Die historische Anhalter Bahn

 

Bereich des: Bahnhof Groß-Lichterfelde Ost (Lio)

km 8,55 - km 9,37     Stadtplan 1894     Liniennetz 1939     Stadtplan 1961

 
Entfernungen: Anhalter Bf.: 9,21 km A     Potsdamer Ring- Vorortbf.: 9,32 km V     Groß-Lichterfelde Süd: 2,4 km

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Am 20.9.1868 eröffnete der durch den Kaufmann Carstenn privat finanzierte und mit einem kleinen, notfalls in eine Scheune verwandelbares Empfangsgebäude versehende Haltepunkt Lichterfelde an der zu dieser Zeit schon 27 Jahre in Betrieb befindlichen Anhalter Bahn. Carstenns, eng mit der Geschichte von Lichterfelde verknüpft, hatte dort viele Grundstücke erworben und neu parzelliert. Mit dem Verkehrsanschluss Lichterfeldes an die Bahnstrecke, zunächst mit drei Zügen pro Tag, hoffte er weitere Kunden für seine Grundstücke zu gewinnen. Sein Plan ging auf, denn der Verkehr nahm rasch zu, so das der Bahnhof schnell an Bedeutung gewann. Es führte sogar soweit, das schon 1876 ein eigener Vorortverkehr durch zusätzliche Zugverbindungen zwischen Berlin und Lichterfelde eingeführt wurde. 1881 wurde der Bahnhof Endstation der ersten elektrischen Straßenbahn. Am 15.7.1884 nannte man den Bahnhof in Gross-Lichterfelde um. Die nächste Umbenennung erfolgte schon am 1.9.1886 in Groß-Lichterfelde B.H. (an der Bahn Berlin-Halle), zur Unterscheidung von dem Bahnhof Groß-Lichterfelde (West) an der Berlin-Magdeburger Bahnstrecke. Schon am 1.1.1899 erfolgte die nächste Umbenennung in Groß-Lichterfelde Ost, zur besseren Unterscheidung vom Bf. Groß-Lichterfelde West. Gleichzeitig nahm man einen zusätzlichen Mittelbahnsteig für die Fernbahn in Betrieb.

Am 1.12.1901 ging der Vorortbetrieb der Anhalter Bahn auf ein eigenes Gleispaar, so das der Bahnhof Groß-Lichterfelde Ost jetzt mit einem eigenen 200 m langen Vorortbahnsteig ausgestattet werden konnte. Am neu gebauten Fernbahnsteig mit 270 m Länge hielten weiterhin alle Fernzüge der Anhalter Bahn. Bei den Umbauarbeiten entstand auch ein neues größeres Empfangsgebäude. Mittels einer Unterführung und Treppen unter den ebenerdigen Gleisanlagen kam man auf die Bahnsteige und auch auf die Ostseite des Bahnhofes, wo sich schon damals der Güterbahnhof befand. Die eigenständige Vorortstrecke nutzte man ab 15.6.1903 (ab 4.6.1903 schon Probebetrieb) als Versuchsstrecke für eine elektrisch betriebene Vorortbahn. Die mit 550V Gleichstrom betriebenen Züge, u.a. auch der E.T. 531, verkehrten zwischen Lichterfelde Ost und Potsdamer Ringbahnhof, seit 1901 Ausgangspunkt der Vorortstrecke.

 
Postkartensammlung: Detlef Hoge
1901 erbautes Empfangsgebäude auf der Westseite 
 

Zwischen 1915 und 1916 wurde das ganze Bahnhofsgelände mit Ausnahme des auf der Ostseite liegenden Güterbahnhofs auf einem Damm gelegt. Westlich der alten Lage entstand ein neuer Vorortbahnsteig (Bahnsteig A) auf dem Gelände des 1913 abgerissenen Empfangsgebäude, sowie zwei neue Fernbahnsteige, wobei das Gleispaar am Bahnsteig C auch für Schnellzüge als Überholmöglichkeit gedacht war. Der Bahnsteig B an der Fernbahnstrecke wurde nun als Nahbahnsteig bezeichnet, vorbereitend für ein geplantes zweites Gleispaar der Anhalter Bahn. Zwischen ihm und dem Vorortbahnsteig schaffte man im nördlichen Bereich eine unterirdische Verbindung. Nördlich des Vorortbahnsteiges errichtete man eine Kehranlage für die Vorortbahn. Der neue ebenerdige Zugangstunnel, im südlichen Bereich der jetzt auch überdachten Bahnsteige, ist ab nun von der westlichen Seite durch ein wiederum neu gebautes Empfangsgebäude, zum großen Teil unter dem Bahngelände liegend, und von östlicher Seite durch ein noch heute erhaltenes verziertes Eingangsportal erreichbar. Die Betriebsräume, wie auch die Schalterhalle wurden in den Zugangstunnel integriert. Zu dieser Zeit entstand auch das zwischen Bahndamm und Kranoldplatz stehende Stellwerk Lio. Verantwortlich für den gesamten Umbau war der Baumeister Karl Cornelius sowie sein Mitarbeiter Lücking.

 
Postkartensammlung: Detlef Hoge
Eingang mit Portal zum Zugangstunnel auf östlicher Seite um 1925
 

Zum 21.3.1925 bzw. nach andere Quellen 31.3.1925 wurde der Bahnhof wieder mal umbenannt, diesmal in Lichterfelde Ost. Am 2.7.1929 wurde die elektrische Vorortstrecke an das jetzt schon in Berlin bestehende S-Bahnnetz mit 800V angepasst. Eine erneute Umbenennung erfolgte zum 15.5.1936. Nun hieß der Bahnhof  Berlin-Lichterfelde Ost. Am 9.8.1943 wurden die elektrifizierten Vortortgleise bis nach Lichterfelde Süd verlängert. Damit verschwanden die aus Süden kommenden Nahverkehrszüge aus dem Bahnhof, da sie jetzt schon in Lichterfelde Süd endeten. Der zweite Weltkrieg führte zu einer Schließung des Bahnhofes zwischen April 1945 und 17.8.1945. Vermutlich wurde auch das Walmdach des westlichen Eingangsportals im Krieg zerstört, das zu dem heute immer noch vorhandenen abgeflachten Dach führte.

Mit der Schließung des Anhalter Bahnhofes am 18.05.1952 verlor die Anhalter Bahn und damit der Bahnhof Berlin-Lichterfelde Ost den Fernverkehr. Auch die Straßenbahn als Zubringer verschwand durch Mauerbau und Streckenstilllegung. Somit verlor der Bahnhof die Bedeutung als Umsteigebahnhof. Es fuhren jetzt nur noch S-Bahnzüge, und vereinzelt ein paar Güterzüge zum Güterbahnhof. Seit dem Verlust des Fernverkehres wurden die beiden geschlossenen Bahnsteige in Berlin-Lichterfelde Ost baulich nicht mehr unterhalten, so das sie der Natur preisgegeben wurden. Mauerbau und Reichsbahnstreik hat der Bahnverkehr am Bahnhof überstanden, doch die Übernahme der S-Bahn durch die BVG am 9.1.1984 und der damit verbundenen Streckenstilllegung zwischen Priesterweg und Lichterfelde Süd versetzte den Bahnhof Berlin-Lichterfelde Ost in den Dornröschenschlaf. In den Jahren 1986/87 benutzte man die alte Gepäckaufbewahrung als Theaterspielstätte. Die alten Bahnsteige B und C wurden um 1988 bis auf die Fundamente abgetragen. Gleichzeitig begann die VdeR (Verwaltung des ehem. Reichsbahnvermögen) mit einer Sanierung der beiden Eingansportale und dem inzwischen nur als Verbindungsgang dienenden Zugangstunnel. Der Ortsgüterbahnhof Lichterfelde wurde noch bis zum 1.7.1988 angefahren und dann geschlossen.

Teilweise nach historischem Vorbild saniert, mit Aufzug, sowie einer Aufstell-/Kehranlage wiederum im nördlichen Bereich versehen, wurde der Bahnhof Lichterfelde Ost mit der Wiederinbetriebnahme der S-Bahnstrecke am 28.5.1995, damals noch als zeitweiliger Endbahnhof, wiedereröffnet. Genau 11 Jahre später, am 28.5.2006 durchfuhren auch die ersten Fernzüge wieder den Bahnhof Berlin-Lichterfelde Ost. Halten tun am neu errichteten Haltepunkt allerdings nur die Regionalzüge auf der zum gleichen Termin wieder in Betrieb genommenen, nun auf der Trasse der alten Gütergleise des ehem. Ortsgüterbahnhof liegenden neuen Anhalter Bahn.


Der Bahnhofsbereich von oben
   
Copyright by: Google Earth Aufnahmedatum: 04.2002  
Standort: Keyhole-Satellit

Blickrichtung: Bahnhofsbereich
Berlin Lichterfelde Ost

Dargestellt in drei Schritten die Entwicklung des Bahnhofsbereiches von seiner Hochblüte um 1941 bis heute.
 


Historische Bauten bzw. historische Überreste im Bild
 
Die Zugänge
 
Postkartensammlung: Detlef Hoge Aufnahmedatum: gegen 1930  
Standort: Bahnhofstr.

Blickrichtung: OSO

Bahnhofsvorplatz auf der Westseite mit dem 1915/16 entstandene Eingang zum unter der Bahnanlage liegenden Empfangsgebäude
   
 
Foto und Copyright byg: Detlef Hoge Aufnahmedatum: nach 1916  
Standort: Lankwitzer Str.

Blickrichtung: W

Das heute noch vorhandene und verzierte Eingangsportal zum Zugangstunnel auf der Ostseite des Bahnhofes
   
 
Foto und Copyright byg: Detlef Hoge Aufnahmedatum: 08.09.2001  
Standort: Lankwitzer Str.

Blickrichtung: W

Die Zugänge zu den Bahnsteigen B Nahbahnsteig, und C Fernbahnsteig wurden nach 1952 zugemauert, und später von Tafeln mit historischen Motiven des Bahnhofes verdeckt, wie das östliche Eingangsportal und die erste elektrischen Straßenbahn.
   
Stillgelegte Bahntrassen im Bahnhofsbereich
Gleisplan: 1901     1955     1964     1984
   
Foto und Copyright by: Alexander Lindner Aufnahmedatum: Aug. 1992  
Dank an: A. Lindner
Standort: Gleis 2 Lio - Lak

Blickrichtung: SW

Im Bereich der 1925 entstandenen Kehranlage nördlich des Bahnhofes. Im Hintergrund das am Bahnsteig angrenzende, und mit den Umbaumaßnahmen zur Wiederinbetriebnahme verschwundene Stellwerk Lmt.
   
 
Foto und Copyright by: Detlef Hoge Aufnahmedatum: 08.02.2003  
Standort: ehem. Fern-Bstg. C

Blickrichtung: WSW

Zwischen dem ehemaligen Bahnsteig C und B die ehem. Trassen der Gleise 5 und 6
   
 
Foto und Copyright by: Detlef Hoge Aufnahmedatum: 08.02.2003  
Standort: Gleistrasse Halle -Berlin

Blickrichtung: NNO

Die Trasse des Gleis 7 neben dem Fernbahnsteig C
   
Die Bahnsteige
   
Postkartensammlung: Detlef Hoge Aufnahmedatum: gegen 1901
Standort: Lankwitzer Str.

Blickrichtung: NNW

Die südlichen Enden der Bahnsteige mit den Treppenhäusern zu den 1901 noch unterirdisch verlaufenden Zugangstunnel. Im Vordergrund die in das Ferngleis mündenden Gütergleise. Dahinter das Ferngleis Halle-Berlin mit dem damaligen Fernbahnsteig. Vor dem Empfangsgebäude der damalige Vorortbahnsteig.
   
 
Foto und Copyright by: Detlef Hoge Aufnahmedatum: 07.1987  
Dank an: T. Linberg
Standort: S-Bahnsteig

Blickrichtung: NO

Der Vorortbahnsteig A vor der Sanierung, und der Bahnsteig B, auch als Nahbahnsteig bezeichnet, vor dem Abriss.
   
   
Foto und Copyright by: Thomas Linberg Aufnahmedatum: 07.1987
Dank an: T. Linberg
Standort: S-Bahnsteig

Blickrichtung: ONO

Das südliche Treppenhaus des Bahnsteig B, sowie am rechten Rand das noch im Urzustand befindliche längere Treppenhaus des Vorortbahnsteig vor der Beseitigung.
   
 
Foto und Copyright by: Johannes Bönisch Aufnahmedatum: 14.03.2003  
Dank an: J. Bönisch
Standort: S-Bahnsteig

Blickrichtung: ONO

Reste der nördlichen Treppenhäuser auf dem Bahnsteig B. Hier konnte man von der S-Bahn auf die nach Süden fahrenden, mit Dampf betriebenen Nahverkehrszüge umsteigen. Die Reste der Treppenhäuser sind inzwischen beseitigt.
   
Veranstaltungen
   
Mit einem Bahnhofsfest in Lichterfelde Ost, unter dem Motto "Die neue S-Bahn Lichterfeld' verbindet mit dem Rest der Welt." wurde am 28.5.1995 die S-Bahnstrecke zwischen Priesterweg und Lichterfelde Ost nach 11 Jahren wieder in Betrieb genommen. Punkt 10.25 Uhr ließ der damalige Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen den ersten Zug mit Triebwagenführer Gerhard Wegener in Richtung Tegel (dort wurde gleichzeitig der Abschnitt Schönholz - Tegel wiedereröffnet) abfahren. Der öffentliche Verkehr wurde dann gegen 11.00 Uhr aufgenommen.

Zeitungsberichte von damals:
Zwei S-Bahnlinien fahren wieder auf instand gesetzten Streckenabschnitten
S-Bahn nun von Tegel nach Lichterfelde Ost
Lichterfelde mit besserem Anschluss an den Rest der Welt

   
Foto und Copyright by: Detlef Hoge Aufnahmedatum: 28.05.1995
Standort: S-Bahnsteig

Blickrichtung: NW

Geschmückter Vorortbahnsteig zur Wiedereröffnung am 28.5.1995. Rechts der Eröffnungszug, und links der nachfolgende historische Zug.
   
   
Foto und Copyright by: Detlef Hoge Aufnahmedatum: 28.05.1995
Standort: S-Bahnsteig

Blickrichtung: SW

Der Eröffnungszug vor der Abfertigung in Richtung Tegel bestehend aus 480 052/552 + 054/554 +521/021
   
 
Foto und Copyright by: Detlef Hoge Aufnahmedatum: 03.07.2004  
Standort: S-Bahnsteig

Blickrichtung: SW

Neun Jahre nach Wiedereröffnung war anlässlich des Lankwitzer Verkehrstag der Museumszug der BR 167 im Bahnhof Lichterfelde Ost zu Besuch
   
 
Foto und Copyright by: Detlef Hoge Aufnahmedatum: 27.05.2006  
Standort: Regionalbahnsteig

Blickrichtung: SW

11 Jahre nach Wiedereröffnung des S-Bahnsteiges, ein Tag vor der Inbetriebnahme des Fern- und Regionalverkehrs auf der neuen Anhalter Bahn, passierte ein Dampfzug am 27.5.2006 den am 28.5.2006 ohne Feierlichkeiten in Betrieb genommenen Haltepunkt an der Fernbahnstrecke.

Die ersten haltenden Regionalzüge lockten viele Lichterfelder zum neuen Regionalbahnhaltepunkt.

   
Der Güterbahnhof
   
Auf der Ostseite des Bahnhofes entstand der Güterbahnhof Lichterfelde Ost. Er erstrecke sich in nördlicher Richtung bis zur Seydlitzstr. Schon damals waren hier auch Firmen angesiedelt, wie die Firma Richard Schäfer mit einem Stein u. Kohlenplatz, die einen Gleisanschluss hatten. Auch die 1888 eröffnete Dampfstraßenbahn aus Teltow, über die auch Güterverkehr abgewickelt wurde, erhielt einen Gleisanschluss. Das führte nach der Eröffnung der eigenständigen Vorortgleise dazu, das die auf der Westseite verkehrende Dampfstraßenbahn die Vorortbahn queren musste, um an den Güterbahnhof zu gelangen. Erst mit Inbetriebnahme der Teltower Industriebahn verschwand 1909 der Anschluss der Dampfstraßenbahn, und somit Kreuzung von Straßenbahn und Eisenbahn.

Als 1915/16 das ganze Bahnhofsgelände auf einem Damm gelegt wurde, blieb der Güterbahnhof ebenerdig. Für eine über eine Rampe geführte Ladestraße wäre kein Platz vorhanden gewesen. Dafür richtete man Gleisrampen von der Anhalter Fernbahntrasse zum Güterbahnhof ein. Der nun als Ortsgüterbahnhof Lichterfelde Ost bezeichnete Gbf. erhielt im Sommer 1941 Anschluss an das Bau- und Betriebsgleis zwischen dem Rangierbahnhof Tempelhof und dem Hilfsrangierbahnhof Großbeeren. Eigentlich zum Bau des Rangierbahnhof Großbeeren gedacht, wurde es nach Inbetriebnahme des Hilfsrangierbahnhof Großbeeren als von der Fernbahn unabhängiges Gütergleis genutzt. Neben dem  Bau- und Betriebsgleis lagen drei Gütergleise auf dem Damm, sowie weitere auf normalen Geländeniveau neben der Ladestraße.

 Das durch Kriegsschäden unterbrochene Bau- und Betriebsgleis zwischen Tempelhof und Lichterfelde wurde nach 1945 nicht mehr in Betrieb genommen, nur die Anbindung in Richtung Großbeeren blieb noch erhalten. Im nördlichen Abschnitt wurde der Güterverkehr über das durch Reparationsleistung übrig gebliebene Ferngleis der Anhalter Bahn abgewickelt. Um 1950 wurde er auch der grenzüberschreitende Güterverkehr eingestellt, so das bis Mitte der 50er Jahre nur noch Leerwagenzüge ab Lichterfelde über das Bau- und Betriebsgleis von und nach Süden verkehrten. Nach 1961 fuhren nur noch vereinzelte Güterzüge und später Rangierzüge zwischen Tempelhof und Lichterfelde über das ehemalige Ferngleis. Ein Anschlussgleis führte zu dieser Zeit zur Hollerith GmbH. Der Ortsgüterbahnhof Lichterfelde Ost wurde noch bis zum 1.7.1988 angefahren. Der Güterbahnhof wurde nach Stilllegung noch weiter von einigen Speditionen genutzt. Die Trassen der auf dem Bahndamm liegenden Gütergleise sind heute von den Gleisen der Fernbahn belegt. Die Ladestraße aus Richtung Süden, direkt neben dem Ostzugang des Bahnhofes, und der angrenzende Bereich wurde im Herbst 2005 planiert und soll noch 2006 mit einem Einkaufszentrum bebaut werden.

   
Foto und Copyright by: Detlef Hoge Aufnahmedatum: 18.12.2003  
Standort: ehem. Ladestr.

Blickrichtung: NO

Die inzwischen im südlichen Teil entfernte Ladestraße des Güterbahnhofes. Links der Bahndamm mit einer der ehem. Gleisrampen.
   
   
Foto und Copyright by: Detlef Hoge Aufnahmedatum: 18.12.2003  
Standort: Güterschuppen

Blickrichtung: NO

Westseite des noch stehenden Güterschuppen mit daneben liegenden Gleisresten
   
   
Foto und Copyright by: Detlef Hoge Aufnahmedatum: 08.02.2003
Standort: Charlottenstr.

Blickrichtung: Güterschuppen

Ein weiterer Güterschuppen befindet sich am nördlichen Ende des Gbf. Hier hat einmal die S-Bahnreklame ihren Sitz gehabt. Dies Tafel weist immer noch darauf hin.
 
Das Stellwerk Lio
   
Mit der Hochlegung der Anhalter Bahn in den Jahren 1915/1916 entstand auch das Stellwerk Lio. Erbaut wurde es von Karl Cornelius, der auch das historische Empfangsgebäude des Bahnhof Papestraße errichtete. Das außer Betrieb genommene Stellwerk diente vermutlich dem Fern- und Güterverkehr (hier fehlen mir noch Infos über Stilllegung und Bauart des Stellwerkes), während das am nördlichen Ende des Vorortbahnsteiges stehende Stellwerk Lmt der Vorortbahn diente. Heute steht das Stellwerk Lio unter Denkmalschutz, und wurde in die neue Wohn- und Geschäftsbebauung des Bahndammes eingebunden. Schon von Anfang an war das Stellwerk im Erdgeschoss zur Straßenseite mit einem Ladengeschäft versehen. Seit 2006 ist es Teil eines Restaurant, das sich bezeichnenderweise auch Stellwerk nennt.
   
Foto und Copyright by: Detlef Hoge Aufnahmedatum: 27.03.2002  
Standort: Kranoldplatz

Blickrichtung: NW

Das Stellwerk während der Einbindung in das Wohn- und Geschäftshaus im Jahr 2002
 
Kleine Info zur Straßenbahn am Bahnhof Lichterfelde Ost
   
Ein inzwischen verschwundene Informationstafel im Zugangstunnel des Bahnhofes informierte über die Geschichte der ersten elektrischen Straßenbahn, die als Zubringer von und zum Bahnhof diente. Zur Geschichte der verschiedenen Straßenbahn im Bereich des Bahnhof Lichterfelde Ost hier etwas Information.

Am 16.5.1881 wurde die Hauptkadettenanstalt an der Finckensteinallee durch die erste elektrische Straßenbahn der Welt an die Anhalter Bahn und dem Haltepunkt Lichterfelde angeschlossen. 1888 wurde Teltow mittels einer Dampfstraßenbahn ebenfalls an den Bahnhof angeschlossen. Eine dritte Straßenbahn erreichte um 1900 die Ostseite des Bahnhofes. Die mit Pferdeantrieb ausgestattete Straßenbahn zwischen Tempelhof und Lichterfelde war der Vorläufer der 1902 in Betrieb genommenen elektrischen Straßenbahnverbindung auf dieser Strecke, die nach der Verlagerung der Anhalter Bahn in Dammlage,  1929 weiter auf die Westseite geführt wurde und anstelle der eingestellten Dampfstraßenbahn nach Teltow verlängert wurde (Linie 96). Die erste elektrische Straßenbahn von 1881, die 1890 bis zum Bahnhof Lichterfelde West verlängert wurde, hat man im Jahr 1930 stillgelegt. Die 96 wurde am 2.5.1966 stillgelegt. Am 14.5.2006,  hat man das 125 jährige Jubiläum der ersten elektrischen Bahn mit einem Fest und einem Straßenbahnkorso gewürdigt..
   
Foto und Copyright by: Detlef Hoge Aufnahmedatum: 27.03.2002  
Standort: Zugangstunnel

Blickrichtung: ehem. Treppenzugang zum Bahnsteig B (Nahbahnsteig)

Die Informationstafel über die erste elektrische Bahn der Welt im Zugangstunnel.

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