Die geplante neue Dresdener Bahn

 

Die Vorleistung, entstanden beim Bau der Anhalter Bahn

km 4,370 (Rbf Tempelhof) - km 6,062 (Gbf Mariendorf)

Länge: 1,7 km

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Die Vorleistung für die Dresdener Bahn, im Bereich nördlich und südlich des Prellerweges, befindet sich in zwei Bauabschnitten der neuen Nord-Süd Fernbahnanbindung des Knoten Berlin.

Der nördliche Bereich der Vorleistung liegt im Südbereich des Baulos 5 der Fernbahnverbindung Nord-Süd (Nordring - Lehrter Bahnhof - Tunnel mit Potsdamer Platz - Prellerweg), der am Tunnelmund Süd bei km 5,400 (NS*) beginnt und sich bis nördlich des Prellerweges bei km 5,200 (DB*) erstreckt. Der Kilometrierungswechsel erfolgt am Ende der sogenannten Nord-Süd-Verbindung bei km 9,030 (NS*), gleichzeitig Beginn der geplanten neuen Dresdener Bahn mit km 4,370 (DB*).
(*NS= Nord-Süd-Verbindung DB=Dresdener Bahn)

Der südliche Bereich der Vorleistung mit dem Kreuzungsbauwerk gehört zum nördlichen Bereich des Bauabschnitt 1 (km 5,200 - km 9,000) der Anhalter Bahn, der sich von der nördlichen Seite des Prellerweges bis zum Bf. Lichterfelde Ost erstreckt. Dieser Bauabschnitt enthält neben den Rampenbauwerken der Fernbahn auch das neue Kreuzungsbauwerk der Vorortstrecke der Dresdener Bahn über die Gleisanlagen der Anhalter Bahn.

 

Bauschild des südlichen Bereiches der Nord-Süd-Verbindung

Bauschild für den nördlichen Bauabschnitt der Anhalter Bahn mit der Vorleistung für die Dresdener Bahn

Bauschild des nördlichen Bereiches der Vorleistung Bauschild des südlichen Bereiches der Vorleistung
 

Im Gegensatz zu den anderen Streckenabschnitten bekommt in diesem Bereich die Trasse der Dresdener und auch Anhalter Bahn eine gänzlich neue Lage. Die alten Fernbahntrassen führten tlw. direkt östlich der Vorortstrecken bis zur Verzweigung der beiden Bahnstrecken durch das heutige Gebiet des Naturpark Südgelände. Durch die Verlegung auf das Gebiet östlich des heutigen Naturparks, dem östlichen Bereich des ehem. Rangier- bzw. Verschiebebahnhof Tempelhof bekommen beide neuen Fernbahntrassen eine schnurgerade Streckenführung bis zur Verzweigung beider Strecken, dem Abzweig der Dresdener Bahn.

Während man die Gleisanlagen im Bereich zwischen dem Tunnelmund Süd und südlich des neuen Fernbahnhof Südkreuz (Papestraße) komplett im Endausbauzustand, mit vier Gleisen sowie im Bahnhofsbereich mit sechs Gleisen ausstattete - die sogenannte Nord-Süd-Verbindung - , hat man im südlichen Teil des Baulos 5 auf die äußeren beiden Gleise, die später von der Dresdener Bahn genutzt werden, verzichtet.

Etwa beim km 8,86 (NS) beginnt die Gleislose Vorleistung für die Dresdener Bahn. Hier schwenkt das westlichste Gleis - hier als Gleis 3 bezeichnet -  zu dem östlich daneben liegenden Gleis - als Gleis 4 bezeichnet - der Anhalter Bahn, auf das es ca. bei km 9,03 (NS) bzw. km 4,37 (DB) trifft. Auch das östlichste Gleis der Fernbahntrasse - als Gleis 8 bezeichnet - ist mit dem danebenliegenden Gleis der Anhalter Bahn - als Gleis 7 bezeichnet - verbunden. Bevor das Gleis 8 bei km 9,03 (NS) bzw. km 4,37 (DB) an einem Prellbock endet, gibt es noch eine Verbindung zu dem östlich neben der Fernbahntrasse liegenden Gütergleis. Dieses Gleis gehört zur Verbindung des an der Ringbahn liegenden Gbf. Tempelhof und dem an der Dresdener Bahn liegenden Gbf. Marienfelde.

Zwischen dem km 4,37 und dem km 5,10 führt die nun Gleislose, durch die dazwischen liegende Anhalter Bahn zweigeteilte Trasse der Dresdener Bahn durch das Gebiet des ehem. Verschiebebahnhof Tempelhof. Das von den beiden Fernbahntrassen genutzte Gelände hat man etwas angehoben, so das bis zum Prellerweg eine leichte Dammlage entsteht. Damit gewinnt man eine größere Durchfahrtshöhe unter den EÜ am Prellerweg als zu früheren Zeiten.

 

PfA 1 der Anhalter Bahn mit der Vorleistung für die Dresdener Bahn

Planfeststellungsabschnitt 1 der Anhalter Bahn mit der Vorleistung für die Dresdener Bahn
(Fax der DB AG vom Jan. 2004)

 

Bei ca. km 5,10 beginnt auf der westlichen Seite für das Gleis 3 eine Rampe, die auf den sogenannten "Überflieger od. Overfly" führt. Dieses eingleisige Ingenieurbauwerk hat seinen Anfang etwa bei km 5,15 und endet nach 625 m südöstlich der dann komplett überquerten Trasse der Anhalter Bahn. Der "Überflieger" steigt bis südlich des Prellerweg, den er bei km 5,425 in einer Höhe von ca. 12,5 m überquert, an und bleibt bis zum Ende des Bauwerkes ca. bei km 5,80 in diesem Niveau.

Die Trasse des östlichen Gleis 8 der Dresdener Bahn wird ca. bei km 5,340 auf ein ebenfalls eingleisiges Rampenbauwerk geführt, und quert in etwas höherer Lage als die Gleise der Anhalter Bahn bei km 5,425 den Prellerweg. Der Grund für die ansteigende Trasse dieses Gleises dürfte die niveaugleiche Zusammenführung der beiden bis hier getrennten Gleistrassen der Dresdener Bahn im Bereich südöstlich der Anhalter Bahn sein. Das Rampenbauwerk, das auf westlicher Seite bis zur Verzweigung der Fernbahnstrecken, und auf östlicher Seite auf gesamter Länge mit einer Stützwand versehen ist, endet ca. bei km 5,80.

Am südlichen Ende des "Überfliegers" und der Rampenkonstruktion des zweiten Gleises führt die nun zusammengeführte Trasse der Dresdener Bahn leicht im Niveau fallend auf das Gelände des Gbf. Mariendorf. Hier endet am km 6,062 die sogenannte Vorleistung der Dresdener Bahn.

 

Bauschild Bauwerk Gleis 3

Bauschild Bauwerk Gleis 8

Bauschild für den "Überflieger" für das westliche Gleis

Bauschild für das Rampenbauwerk für das östliche Gleis

 

Panorama Überflieger und Rampenbauwerk   

Die Ingenieurbauwerke von Dresdener und Anhalter Bahn als Panorama (größer)

 

Die Bauarbeiten in den genannten Abschnitten begannen Anfang 2003 mit ersten Planierungsarbeiten. Mitte April 2003 wurde das auf der Trasse von Anhalter und Dresdener Bahn liegende ehem. Brückenstellwerk "Tfr" abgerissen. Die alten EÜ über dem Prellerweg folgten am 10.5.2003. Im Juli 2003 begann man mit dem Bau der ersten Stützpfeiler des "Überfliegers" auf der Nordseite des Prellerweges.
Die Arbeiten an den Widerlagern der drei weiteren EÜ über den Prellerweg begannen im August 2003, und die Arbeiten an den Überbauten für die späteren Gleise der Dresdener Bahn Anfang 2004. Im Februar 2004 waren die Rohbauten der EÜ am Prellerweg fertiggestellt. Während der nördliche Teil des "Überfliegers" schon im Mai 2004 errichtet war, war die Gesamtkonstruktion des "Überfliegers" und auch das Rampenbauwerk für das östliche Gleis im Dezember 2004 als Rohbau fertiggestellt.
Mit dem Aufschütten des Bahndammes am südlichen Ende der beiden Ingenieurbauwerke bis zum Ende des Bauabschnittes bei km 6,062 und dem Aufstellen der Masten für die in späterer Zukunft folgende Oberleitung, waren im August 2005 die hauptsächlichen Arbeiten an der Vorleistung der Dresdener Fernbahn abgeschlossen.

 

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Der gesamte Vorleistungsbereich

Die Rampenbauwerke

Blick aus dem Weltraum (Klick aufs Bild = größer)
Glücklicherweise darf man unter bestimmten Bedingungen die Aufnahmen aus Google Earth auf privaten Webseiten benutzen

 

Bis zum Beginn der Bauarbeiten in den folgenden Planfeststellungsabschnitten der Dresdener Bahn wird sich in dem Gebiet nicht mehr viel ändern. Je länger sich der Beginn des sogenannten Wiederaufbaues hinzieht, umso größer ist die Chance für die Natur sich die zur Zeit bewuchslosen Abschnitte der Vorleistung zurückzuerobern. Falls die Dresdener Bahn, vermutlich beim Scheitern vom Bau des Flughafen "BBI", nicht wiederaufgebaut wird, haben wir den längsten "Überflieger" Berlins als Bauruine zwischen dem Südgelände und Mariendorf zu stehen.

 

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